• Wurzelkanalbehandlungen

    Ist ein Zahn durch eine tiefe Karies oder eine gebrochene Füllung bis zum Zahnmark (Pulpa, bzw. „Nerv“) entzündet, muss dieses entfernt werden. Sehr oft hat der Zahn eine lange Schmerzgeschichte, z. B. tat er bei kalten Getränken, oder auch beim Kauen von härteren Speisen weh. Manchmal kann der Zahn auch ganz asymptomatisch bzw. schmerzfrei sein. Trotz Schmerzlosigkeit können Bakterien durch die Wurzelkanäle des Zahnes in den apikalen Bereich (an der Wurzelspitze) eindringen und eine akute oder chronische Entzündung im Knochen verursachen. Diese Entzündung kann unbehandelt Abszesse (Eiteransammlungen) auslösen, die ohne Behandlung sogar lebensbedrohlich werden können, besonders wenn andere Krankheiten wie z. B. Diabetes vorhanden sind.
    Die einzige Alternative wäre dann die Extraktion des Zahnes. Durch eine rechtzeitige Wurzelkanalbehandlung lässt sich das Zahnziehen heute in vielen Fällen umgehen. Für ein stabiles Ergebnis müssen Bakterien und abgestorbenes Gewebe restlos aus dem Wurzelkanal entfernt werden. Später wird der Kanal mit einem Füllmaterial dicht verschlossen.

  • Behandlungsablauf einer Wurzelkanalbehandlung

    Häufig lässt sich die gesamte Wurzelkanalbehandlung nicht in einer einzigen Sitzung durchführen! In besonders akuten Fällen können die Schmerzen bzw. Schwellung nach der ersten Behandlung immer noch bestehen, sodass Schmerzmittel und eventuell Antibiotika verordnet werden müssen.
    Der Zahn wird betäubt und ein Zugang zum Inneren des Zahnes eröffnet. Mit speziellen Instrumenten (Feilen) werden die Kanaleingänge ertastet und anschließend entzündetes bzw. abgestorbenes Gewebe aus den Wurzelkanälen entfernt. Die Kanäle werden mit unterschiedlichen Feilen aus Titan aufbereitet und verbreitert. Dabei werden die Wurzelkanäle mehrfach mit desinfizierenden Lösungen gespült, um die Bakterien zu beseitigen. Idealerweise wird schon in der ersten Sitzung die Länge der Wurzelkanäle bestimmt, was anhand einer röntgenologischen „Meßaufnahme“ oder einer elektrometrischen Längenbestimmung erfolgt.  Oft wird vorübergehend ein Medikament in den Zahn eingebracht, das verbliebene Bakterien zwischen den Terminen abtötet. Diese medikamentöse Einlage verbleibt in der Regel zwischen 1 und 3 Wochen im Zahn, der provisorisch verschlossen wird. Bei Beschwerdefreiheit werden die Wurzelkanäle mit Guttapercha und einem Dichtzement gefüllt. Guttapercha ist der eingedickte Milchsaft tropischer Bäume (ähnlich wie Kautschuk). Ein weiteres Röntgenbild gibt nach Abschluss dieser Therapie Aufschluss über den Erfolg der Wurzelfüllung. Zur Stabilisierung des Zahnes ist es in bestimmten Fällen sinnvoll, einen Wurzelstift in das Kanalsystem einzubringen und den Zahn mit einer Krone zu versorgen.

  • Was bezahlt die Krankenkasse?

    Wenn Sie gesetzlich versichert sind, darf ein Zahnarzt bei Ihnen eine Wurzelkanalbehandlung nur noch dann zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen durchführen, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind.

    Die Wurzelkanalbehandlung an Backenzähnen (Molaren) ist nur dann im Rahmen der kassenzahnärztlichen Versorgung möglich, wenn dadurch:

    – der Erhalt einer ununterbrochenen Zahnreihe ermöglicht wird

    – eine einseitige Freiendsituation (Zahnlosigkeit im hinteren Bereich des Kiefers) vermieden wird

    – der Erhalt eines bereits bestehenden, funktionstüchtigen Zahnersatzes ermöglicht wird.

    Wird keines dieser Kriterien erfüllt, so ist die Leistung, die von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird, lediglich die Extraktion des Zahnes. Wünscht der Patient dennoch einen Erhaltungsversuch des Zahnes durch eine Wurzelkanalbehandlung, so muss er die Kosten dafür selbst tragen.

Zahnarztpraxis Kappel



Caspar-Schrenk-Weg 2

79117 Freiburg


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