• Parodontitisbehandlung

    Parodontitis ist eine entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates. Dieser besteht aus Knochen, Zahnfleisch und Fasern, die die Zahnwurzel mit dem Kieferknochen verbinden. Erkrankungen des Zahnhalteapparates sind weit verbreitet und können zum Verlust von Zähnen führen. Das Besondere an dieser Erkrankung ist, dass sie lange schmerzfrei verläuft und vom Patienten nicht erkannt wird. Zahnfleischbluten, Mundgeruch und Schwellungen im Bereich des Zahnfleischs sind Symptome der Parodontitis.

    Eine Parodontitis entsteht, wenn Bakterien tief in die Zahnfleischtasche eindringen, es zu einer Besiedlung der Zahnwurzel mit diesen Bakterien kommt und sich sogenannte Konkremente (eine Art Zahnstein unterhalb des Zahnfleischniveaus) bilden. Dabei spielen auch Blutungen des entzündeten Zahnfleisches eine Rolle. Es gibt langsam fortschreitende Krankheitsverläufe, aber auch rasch fortschreitende Gewebezerstörung, sogenannte aggressive Formen, die schon bei jungen Patienten auftreten können.

    Alle zwei Jahre soll im Rahmen der zahnärztlichen Kontrolluntersuchung ein PSI, der Parodontale Screening Index zur Früherkennung von Parodontitis, erhoben werden. Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten und Sie werden sie kaum spüren. Dabei wird der Zahnhalteapparat Zahn für Zahn mit Hilfe einer speziellen, stumpfen Sonde untersucht. Die Untersuchungsergebnisse werden in fünf Stufen kodiert. Ist für alle Zähne Code 0 eingetragen worden, ist der Zahnhalteapparat gesund. Wenn bei Ihnen eine Erkrankung des Zahnhalteapparates festgestellt wurde (PSI-Codes 1-4), werden wir zur weiteren Beurteilung eine genauere Untersuchung durchführen.

  • Behandlung per se

    Wenn bei Ihnen mit dem PSI eine Erkrankung des Zahnhalteapparates diagnostiziert wurde, werden weitere Untersuchungen angeschlossen. Dies sind zum Beispiel ein Blutungstest, Röntgen sowie eine genaue Taschenmessung an jedem einzelnen Zahn. Eine mikrobiologische Untersuchung wird in manchen Fällen benötigt, um eine aggressive Parodontitis zu erkennen.

    Eine Vorbehandlung mit einer professionellen Zahnreinigung und einer intensiven Mundhygieneunterweisung geht der eigentlichen Behandlung voraus. So kann man die Entzündung des Zahnhalteapparates deutlich reduzieren.

    Das Ziel einer systematischen Parodontitisbehandlung ist die Beseitigung der Entzündung des Zahnhalteapparates in der Tiefe der Tasche, nicht die Entfernung des Zahnfleisches selbst. Durch die Parodontalbehandlung wird das Gewebe um die Zahnwurzel herum in einen entzündungsfreien Zustand versetzt. Ein weiterer Knochenabbau wird somit verhindert. Hierfür stehen uns mehrere Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. In den meisten Fällen können die  Wurzeloberflächen durch ein „geschlossenes“ Vorgehen von Bakterien und Belägen gesäubert werden. Dies geschieht unter örtlicher Betäubung und sehr schonend mit feinen Hand- und Ultraschallinstrumenten. Wenn die Zahnfleischtaschen aber zu tief sind, ist ein chirurgisches Vorgehen erforderlich.

    Voraussetzungen für eine erfolgreiche Parodontalbehandlung sind im Wesentlichen eine gute Mitarbeit, eine sehr gute Mundhygiene und regelmäßige Kontrolluntersuchungen.

    Mit unserem Recall-Service möchten wir Sie unterstützen und erinnern Sie rechtzeitig und automatisch an notwendige Termine.

Zahnarztpraxis Kappel



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79117 Freiburg


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