Zahnarztpraxis Kappel Freiburg

Sie kennen den Satz sicherlich schon: „Übung macht den Meister“. Erfahrung spielt sicherlich in den meisten -wenn nicht in allen- Bereichen des Lebens eine große Rolle. Die Folgen der Beobachtungen, Reflektionen und der darauffolgenden Anwendung der erzielten Schlüsse ermöglicht uns eine stetige Verbesserung und Verfeinerung.

Drei wichtige Eigenschaften sollten diesen Prozess aber –nach unserer Meinung- unbedingt begleiten. An erster Stelle steht die bestmögliche Behandlung unserer Patienten. Dabei arbeiten wir mit Vorsicht und Respekt, setzen nur sichere Behandlungsmethoden ein und empfehlen Therapien, bei denen die Erfolgsquote auf Basis langfristiger Daten hoch ist. Zweitens: wir legen viel Wert auf intensive Aufklärungsgespräche. Ein aufgeklärter Patient ist für den Erfolg der Therapie besonders wichtig, da die meisten Krankheiten im zahnmedizinischen Bereich chronisch und abhängig von persönlichen Angewohnheiten sind. Drittens: um eine stetige Verbesserung und Erweiterung unseres Behandlungsspektrums zu ermöglichen, achten wir sorgfältig auf Innovationen und Weiterentwicklungen im Bereich der Technik. Wir bilden uns in diesen Bereichen fort und setzten sie gezielt und sicher ein. So können Sie sich immer darüber sicher sein: wir suchen eine Balance zwischen lang bewährten, konventionellen und modernen, fortschrittlichen Behandlungsmethoden, um Ihnen die bestmögliche Behandlung anbieten zu können.

Die folgende Auflistung beschreibt Methoden, die, obwohl schon seit Jahrzehnten bekannt, immer noch als innovativ bzw. „modern“ wahrgenommen werden.

  • Laserbehandlung

    Der Begriff LASER bedeutet (eng.) „light amplification by stimulated emission of radiation“ und beschreibt den Prozess der Lichtverstärkung durch stimulierte Emission von Strahlung. Laserstrahlen sind elektromagnetische Wellen, die sich vom natürlichen Licht vor allem in Intensität, Frequenzbereich, Bündelung des Strahls und Kohärenzlänge unterscheiden. Diese Laserstrahlen lassen sich ganz exakt generieren und werden in vielen Bereichen der Industrie und Medizin eingesetzt.

    In der Zahnmedizin werden die sogenannten „Softlaser“ und „Hartlaser“ verwendet. Softlaser haben eine „biostimulierende“ Wirkung auf Weichgewebe, Hartlaser eine höhere Intensität. Diese werden in invasiveren Behandlungsschritten eingesetzt.

    In unserer Praxis kommt ein „Dioden-Laser“ in Einsatz. Dieser Lasertyp (Wellenbereich zwischen 680 und 910 nm) kann je nach Leistung als Soft- oder Hartlaser eingesetzt werden. Die Behandlungsmöglichkeiten sind sehr vielseitig: die keimtötenden Eigenschaften treten in erster Linie bei Wurzelbehandlungen, Zahnfleischerkrankungen (Parodontitis) sowie auch bei Periimplantitisbehandlungen in den Vordergrund; die biostimulierende Eigenschaften haben Effekte auf die lokale Immunabwehr, stimulieren lokal die Durchblutung und aktivieren den Stoffwechsel in den Zellen. All diese Wirkungen können Schmerzzustände positiv beeinflussen.

    Ein besonderer Bereich für die Anwendung eines Dioden-Lasers ist die Behandlung von überempfindlichen Zahnhälsen. Dabei werden die offene Dentintubuli oberflächig dekontaminiert, modifiziert und versiegelt, was die Schmerzempfindlichkeit deutlich herabsetzt. Diese Ergebnisse bleiben langfristig stabil.

    Die unangenehmen und weit verbreiteten Läsionen und Aphthen bei einer Herpesinfektion (HSV-1) können auch erfolgreich mit dem Dioden-Laser behandelt werden. Eine Schmerzausschaltung kann in bis zu 97% der Fälle erreicht werden und die Herpesepisoden (Prozess zwischen „Prodrom“ und Krustenbildung)  werden bei bis zu 94% der Patienten erheblich reduziert (von 7-14 auf 2 Tagen). Die Laserbehandlung schützt nicht vor zukünftigen Herpesepisoden, vermindert aber die Symptome erheblich.

    Kleine chirurgische Eingriffe, wie Lippenbandexzisionen oder Beseitigungen von Zahnfleischvergrößerungen (z. B. Schleimhautkapuzen bei Weisheitszähnen), können sehr präzise und schnell mit einem Laser durchgeführt werden. Meistens kann auf das Zunähen verzichtet werden, die Wunde koaguliert sofort und die Oberfläche wird durch die keimtötenden Eigenschaften des Lasers zusätzlich dekontaminiert.

  • CEREC

    Diese Technologie ermöglicht die Anfertigung von Vollkeramikrestaurationen in einer Sitzung, ganz ohne konventionelle Abdrücke. Die Zähne werden je nach Indikation betäubt, beschliffen und mit einer Kamera eingescannt. Die Daten werden mit einer Software anschließend verarbeitet: Ihre Restauration wird am Computer entworfen und per Funk an eine Schleifeinheit gesendet, die sie in wenigen Minuten aus speziellen Keramikblöcken in unserer Praxis schleift. Die Restauration wird anschließend weiter verarbeitet und in der Regel adhäsiv befestigt (geklebt). Mit diesem Verfahren ist es möglich, schnell und genau ästhetisch hochwertige Restaurationen herzustellen und einzusetzen, ohne dass ein zweiter Termin für die Befestigung notwendig ist.

    Die genannte Methode basiert auf der CAD/CAM-Technologie (eng. „computer aided design and manufacturing). Die ersten Geräte im zahnmedizinischen Bereich wurden schon 1987 von der Firma Sirona auf den Markt gebracht, die weiterhin Marktführer ist. Seitdem sind viele Optimierungen und Weiterentwicklungen durchgeführt worden, sodass die aktuellen Systeme absolut gereift und die Restaurationen als langfristig haltbar zu bewerten sind.

  • Digitales Röntgen

    Röntgenbilder sind in der Zahnmedizin extrem wichtig, besonders bei der Diagnostik von Krankheiten an Zähnen und Knochen, aber auch bei der Diagnose von Fehlentwicklungen oder Anomalien sowie bei der Beurteilung und Kontrolle von Behandlungserfolge. Röntgenstrahlen können aber je nach Intensität und Quantität Veränderungen in den Zellen hervorrufen, die das Risiko einer Mutation und der damit verbundenen Entstehung einer Neoplasie (oder Krebserkrankung) erhöhen. Dieses Risiko kann mit verschiedenen Maßnahmen äußerst reduziert werden. Die Einschränkung der Indikation und die optimale Benutzung von Schutzmitteln sind wichtige Maßnahmen, aber die Reduzierung der Strahlenmenge und der Intensität der Strahlen sind wirkungsvoller und besser zu kontrollieren. Das wird mit dem Einsatz von modernen, digitalen Röntgengeräten ermöglicht. Die Folien für digitale Röntgengeräten sind viel empfindlicher als die für konventionelle Geräten und brauchen sozusagen „weniger Strahlen“. Die Bearbeitung der Bilder mit einer Software ermöglicht viele Verbesserungen in der Diagnostik und auch während der Behandlung: die Bilder können vergrößert sowie auch in Kontrast und Farbe optimiert werden. Exakte, auf ein Zehntelmillimeter genaue Messungen können beispielsweise im Rahmen einer Wurzelbehandlung oder einer Operation unternommen werden. Die Bilder können problemlos gespeichert und kopiert werden, was auch die Zusammenarbeit mit anderen Kollegen erleichtert.

  • Elektrometrie

    Im Rahmen einer Wurzelbehandlung ist es von großer Bedeutung, dass die Kanäle im Zahninneren möglichst vollständig von Bakterien und Pulparesten befreit werden. Diese Dekontamination erfolgt mechanisch (insb. mit Feilen) und chemisch (mit Spüllösungen). Dafür kommen verschiedene Lösungen aus Natriumhypochlorit oder Chlorhexidin in Einsatz. Die Aufbereitung der Kanäle bis zur Wurzelspitze spielt dabei eine wesentliche Rolle. Die Länge der Wurzel kann anhand von digitalen Röntgenbildern sehr genau bestimmt werden. Problematisch bleibt die Bestimmung der Kanallänge, wenn die Öffnung des Kanals nicht mit der röntgenologischen Wurzelspitze übereinstimmt. Dies ist häufig der Fall, da die Zähne selten 100%ig  gerade im Knochen stehen. Durch das Messen von unterschiedlichen elektrischen Potenzialen mit einem speziellen Gerät (sog. „elektrometrische Längenbestimmung“) kann die durch das Röntgenbild erhaltene Information ergänzt, und so eine Über- oder Unterinstrumentierung vermieden werden. Die Ergebnisse sind genauer, und der langfristige Erfolg der Wurzelbehandlung besser. Bei uns wird das sehr bewährte Gerät VDW-Gold mit dem innovativen Reciproc-System angewendet.